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Im Rahmen der Wochen gegen Rassismus März 2018

Danke noch mal für die Unterstützung des Projekts „Blicke der indigenen Völker Brasiliens“, es war sehr erfolgreich.

Wir haben insgesamt 2800 Schüler und Erwachsene in drei Wochen, mit Workshops und Abendveranstaltungen erreicht!

Anna Conti in Zusammenarbeit mit lokalen Partnern präsentiert

Seminare, Filme, Begegnungen, Konferenzen, audiovisuelle Beiträge, Fotoausstellung, Erfahrungsberichte, Tänze, Gesänge, Körperbemalungen...aus Brasilien!

HANNOVER vom 7.3. bis 9.3.

MÜNCHEN vom 10.3. bis 18.3.

TURIN vom 19.03. bis 21.03.2018

TRIENT vom 22.3 bis 24.03

Wer kennt Amazonien und seine Bewohner, Hüter uralter Weisheit, deren Kultur heute vom Aussterben bedroht ist?

Amazonien - erobertes Land, Forschungs- und Experimentierfeld - erweckt in uns die Vorstellung, dass es eine Welt gibt, die „immer noch unberührt ist wie am Morgen der Schöpfung“.

Gleichzeitig ist es aber ständig davon bedroht, mit seinen Bewohnern und ihrem geheimen Wissen zu verschwinden. Unser Reisevorschlag möchte die kulturelle Vielfalt feiern, indem wir den Münchner Schulen und einer breiteren Öffentlichkeit ermöglichen, das Kultur- und Naturerbe dieser Region mit der größten Biodiversität der Erde persönlich kennenzulernen: Bildgeschichten, audiovisuelle Präsentationen, Workshops, Seminare, Erfahrungsaustausch, Fotoshooting, alles in Anwesenheit von Ureinwohnern der Xavante und Krenak.

In den Mittelpunkt unserer Begegnungen wollen wir das alte Wissen der „Hüter der Erde“ stellen und so die Schüler auf die Probleme aufmerksam machen, die diesen oftvergessenen Teil der Erde betreffen.

Mit diesem vielfältigen Angebot bekommt die Öffentlichkeit die Möglichkeit, ein außergewöhnliches Ökosystem kennenzulernen, in dem der Mensch in einer Art mystischer Verbundenheit mit der wilden Tier- und Pflanzenwelt lebt, eine symbiotische Verbindung mit der Natur eingeht, Traditionen, Lieder, Tänze, religiöse Bräuche verewigt, sich mit Heilkräutern aus dem Urwald Heilung verschafft und den Traum als Zugang zur Transzendenz hernimmt.

Gäste

DIOGO AMHO JURUNA:  Sohn von Mario Juruna, Xavantes

SHIRLEY DJUKURNA: Krenak–Borum

ARMANDO SAMPAIO LACERDA:  Regisseur des Films Jurura, o Espirito da Floresta

JULIAN BURGER: Menschenrechts und Antirassismus- Experte

PATRIZIA GIANCOTTI:  Anthropologin, Fotografin

FABIO FERNANDES ARAUJO: Anthropologe

CARLOS ANTONIO SOARES PINTO: Salva Floresta und indigenen Handwerkskunst

FABIAN WAGNER Referent des Vereins SURVIVAL INTERNATIONAL

Das Programm: HANNOVER vom 7. bis 9.03.2018

Rathaus 06.03.2018

Missione - Frühstück 07.03

Kino am Raschplatz 07.03

Waldhorfschule 08.03

Konkerenz und Filmprojektion 08.03

Telkampfschule 09.03

Armando Lacerda

Christian Russau e Shirley Diukurna

Musik Krenak

Zeze Rodrigues

Patricia Rauscher

Peter Holzki

Das Programm: MÜNCHEN vom 10. bis 18.03.2018

Dia Amazonen, Frauen des Waldes - Frauen der Zukunft 11.03

Fremde in eigenen Land, Struktureller Rassismus gegen Indigene in Brasilien/Lateinamerika  12.03

Krenak - Filmprojektion - Starnberg 14.3

Die indigenen Frauen als Hüterinnen der Erde  16.03

Filmtag mit Podiumdiskussion  17.03

Schulen  11.-15.03

Xavante Tanz

Lieder Krenak

Diogo Juruna

Leonardo Da Vinci Grundschule

Dante Gymnasium

Thomas-Mann-Gymnasium

Norma Mattarei

Christopher Hak

Shirley - Patrizia - David

Das Programm: TURIN vom 19. bis 21.03.2018

19.03

20.03

21.03

Das Programm: TRIENT vom 21. bis 24.03.2018

23.03

23.03

24.03

PATRIZIA GIANCOTTI

GIANCOTTI

Patrizia Giancotti ist Dozentin für Anthropologie an der Universität S. Freud in Mailand, Brasilienkennerin, Fotografin, Schriftstellerin, Autorin und Moderatorin von Programmen für RAI, das Italienische Nationale Radio. Sie hat über 10 Jahre in Brasilien gelebt und viel Zeit in den Regionen Mato Grosso, Rio Grande do Norte, Bahia, Roraime, Amazonien, Acre zusammen mit Ureinwohnern der Pataxo, Xavante, Yanomani und Kaipò verbracht.

Die Arbeit, die sie präsentiert, ist eine Bild- und Klangreise, die mit der Geschichte und Vorgefundenem beginnt, weitergeht ins Herz der Biodiversität, der indigenen Kultur bis hin zu Berichten über Alltägliches - gelebt in vollkommener Harmonie mit der Natur – und schließlich im magisch-religiösen Universum ankommt. Mit den Klängen des Windes, des fließenden Wassers, der Tiere und Blätter, der Feste und Riten und der Texte von Claude Lévi-Strauss, Werner Herzog, Mario De Andrade, CaetanoVeloso, Tom Jobim, CaciquePataxo, Benjamin WapariàXavante.

Tauchen Sie ein in eine geheimnisvolle, faszinierende und unbekannte Welt.

Patrizia Giancotti wird ihre Fotoausstellung "Amazonien" zeigen. Eröffnung: Sonntag den 10.3 um 18:00 Uhr in Caritas - Lämmerstr.3 München

Mehr Info über den Fotografer finden Sie unten Patrizia_Giancotti

Film Vivamazonia (Francesco Cannito, 2010 – 54 Min.). Im Herzen von Amazonien in Brasilien am Rio Jauperi gibt es eine Gegend, die von den Behörden allein gelassen wurde und eine erhöhte Anzahl von Analphabeten aufweist. Dort befindet sich eine kleine Dorfschule. In dieser Schule lernen die Kinder nicht nur lesen und schreiben, sondern auch, wie sie ihre Umgebung vor denjenigen verteidigen können, die im Namen der wirtschaftlichen Entwicklung und des Profits nur Zerstörung bringen.

 ARMANDO SAMPAIO LACERDA

armando-lacerda

Regisseur des Dokumentarfilms “Jurura, o Espirito da floresta”. Untertitel in englischer Sprache.

Armando Lacerda hat bei über 15 Dokumentarfilmen Regie geführt. Viele davon wurden prämiert, wie z.B. „A Guerra do Contestado“ (Regie und Produktion, 1999 für das Fernsehen Camara; den Preis „Campanula de Prata“ beim 8° Festival del Cinema Ambientale di Seia in Portugal). Er ist ein wichtiger Chronist der sozialen Verhältnisse im Süden von Brasilien, aber leider einem breiteren Publikum unbekannt.

Als Journalist und Dokumentarfilmer an der Universität von Brasilia seit 1973 tätig, hat Lacerda sich entschlossen, mit sozialen Themen eine bestimmte Politik zu verfolgen.

Deshalb hat er seinen ersten langen Film „Juruna, Der Geist des Waldes“, der von Brasilien und seinen Ureinwohnern handelt, gedreht. Hier werden zivile Werte und menschliche Prinzipien eingefordert.

  • ArraesTaí (co-regia,1979)
  • TaguatingaemPé de Guerra (regia, 1980)
  • O SonhonãoAcabou, di SérgioRezende (assistenza alla regia, 1982)
  • O EvangelhoSegundoTeotônio, di Vladimir Carvalho (produzione, 1986)
  • Janela para osPireneus (regia e produzione, 1996)
  • A Guerra do Contestado (regia e produzione, 1999, per la TV Câmara)
  • ThomazFarkas (direzione e produzione, 2000, per la TV Câmara)

Film JURUNA, O ESPIRITO DA FLORESTA

Mario Juruna, die aufrüttelnde Stimme der indigenen Völker, hat den Genozid und die Gleichgültigkeit der Verantwortlichen gegenüber diesen Kulturen angeprangert.

Der Film erzählt die Lebensgeschichte von Mario Juruna, dem einzigen Indio, der im brasilianischen Parlament je einen Sitz hatte. Sein Sohn Diogo Amhó macht sich auf die Suche nach Verwandten und mit ihrer Hilfe erinnert sich der Vater an sein eigenes Drama innerhalder komplexen Welt der indigenen Völker. An seinem Beispiel wird die ganze Bandbreite des Widerstandes und Überlebenswillens der indigenen Gesellschaften aufgezeigt, die sich gegen das Vorpreschen einer sogenannten Zivilisierung wehren.

Juruna setzt sich für die Rechte der indigenen Völker ein und kämpft auch für eine andere Politik in Brasilien.

Im Parlament konnte er seine Führung und seine Forderungen erweitern, aber er fand sich im Auge eines Zyklons mit schrecklichen und reaktionären Kräften wieder.

 DIOGO AMHO JURUNA

XAVANTE

DiogoJuruna protagonist foto

Während der Diskussion wird Mario Jurunas Sohn, der Protagonist des Films, zur Verfügung stehen.

MARIO JURUNA

JURUNA CAM DEPUTADOS

MÁRIO JURUNA wurde 1943 geboren, in einer Zeit, in der die Indios Zentralbrasiliens von bewaffneten Räubern angegriffen und aus ihren Ländern vertrieben wurden. Seine älteren Verwandten beschreiben im Film die Begegnungen mit den Weißen. „Zivilisationstragödie“ in den Worten des Caciquen Aniceto Suzuauvera.

„Die Intelligenz ist die Keule Mários“, sagt der Cacique, der im Film dessen Aktivität in Brasilien schildert. Der von Kindheit an indignierte Indio, Juruna, war von den anderen Caciquen für seine Entscheidung kritisiert worden, an der Politik der Weißen teilhaben zu wollen. Im Alter von 30 Jahren, jedoch, beschloss er, die Versprechen der Weißen einzufordern und sie, mit einem Kassettenrekorder, zu zwingen, die Verantwortung zu übernehmen.

Juruna hebte sich beim Bekräftigen der Rechte der indigenen Völker hervor, aber auch im Kampf für eine politische Öffnung Brasiliens. In der Abgeordnetenkammer weitete er bald die Ziele seiner Forderungen aus, doch er fand sich im Auge des Sturmes heftigster reaktionärer Kräfte wieder. Die Rückläufigmachung seines Mandats wurde mehrmals angefragt, sogar vom Präsidenten selbst, dem General João Figueiredo. Er erlitt Misshandlungen nach der Auszählung der Wahlen 1986. Besiegt, trat er von der Abgeordnetenkammer mit einer bewegenden Rede zurück.

Seine Geschichte ist bedeutungsvoll und inspirierend. Er überlebte siegreich bis zum Tode, der ihn mit 59 aus gesundheitlichen Gründen übereilte. Mário Juruna war das Spiegelbild seiner Zeit, seiner Heimat und seiner Leute und, für das anbrechende Jahrhundert, ist er immer noch ein Vorbild in der Verteidigung der indigenen Völker, die die letzten 500 Jahre lang bedroht wurden – und leider immer noch werden.

Film As hiper mulheres. Für die Frauen des Stammes der Kuikuro aus dem brasilianischen Regenwald hegen das Ritual des Jamurikumálus. Dabei singen sie Lieder und vollführen Tänze, die sich thematisch mit Sexualität und Liebe befassen. Am Schluss des Rituals steht dann die Entscheidung zur Wahl eines Sexualpartners, mit dem die Frau die Nacht verbringen wird. Kanu ist im Dorf die älteste Frau und die Einzige, die das Wissen aller Gesänge im Gedächtnis trägt. Doch leider ist sie schwer krank, woraufhin die Dorfgemeinschaft eine erneute Zeremonie plant, um die Geheimnisse des Jamurikumálus an die nachfolgenden Generationen weiterzutragen. Der Dokumentarfilm zeigt die Dorfgemeinschaft bei ihren Vorbereitungen und dem Vollzug des Rituals und bietet so einen einzigartigen Einblick in die Traditionen der Kuikuros.

 SHIRLEY DJUKURNA KRENAK

SHIRLEY

Begegnungen und Seminare über Geschichte und Gegenwart der Krenak mit Musik, Tanz, Liedern, Malerei und Religion. Die Anführerin Shirley vom Krenak Stamm, der fälschlicherweise schon in den siebziger Jahren des 19. Jahrhunderts als ausgestorben galt, ist Nachfahrin eines großen Häuptlings, einem Oberhaupt, das seinen Leuten Mut und eigene Werte mitgeben konnte.Die Lehrerin Shirley ist eine begabte Geschichtenerzählerin, die über die Mythen und Legenden ihres Volkes wichtige Lehren für das Leben vermittelt. Sie erklärt uns die Bedeutungen und Techniken der Körperbemalung, der rituellen Tänze, der Lieder und Gebräuche der Krenak, die für Zugehörigkeit und Solidarität zwischen allen Menschen aufrufen.Seit Jahren arbeitet diese charismatische und mutige Frau für die Verbreitung der Kultur ihres Volkes und vieler anderer, die von dem ökologischen Desaster eines Dammbruchs am Rio Doce betroffen sind. Dieser Dammbruch wurde durch die mangelhafte Wartung des Bergbauunternehmens Vale verursacht. Shirley Diukurnã Krenak ist die Hauptfigur des Films „Krenak“ von Rogerio Correâ und eine begabte Geschichtenerzählerin, die über die Mythen und Legenden ihres Volkes wichtige Lehren für das Leben vermittelt: Zugehörigkeit und Solidarität zwischen allen Menschen.Shirley Krenak ist die Regierungsvertreterin des Bundesstaates Minas Gerais. Sie sorgt für die Einhaltung der Rechte und Traditionen der indigenen Bevölkerung in ihrem Staat.

Films „Guerra sem fim“ (Krieg ohne Ende)

Film „Krenak" vom Rogerio Correa (2017 - 74 Minuten). Untertitel in englisch

Film Krenak - URAUFFÜHRUNG IN EUROPA - Diskussion mit der Protagonistin Shirley Djukurnã.

Krenak erzählt die Geschichte des Krenak-Stammes in Minas Gerais. Der Film beginnt mit dem vom portugiesischen König Joao VI ausgerufenen „gerechten Krieg" im Jahr 1808 und endet mit dem Dammbruch von Mariana am Fluss Rio Doce im Jahr 2015. Wir werden mit Shirley Djukurna Krenak, einer Überlebenden dieser Katastrophe, sprechen können.

FABIO FERNANDES ARAUJO

Vortrag: Starnberg 14.3.2018

 

Fabio Fernandes Araujo ist ein Anthropologist.

2010 - 2014 Ph.D. in Social Anthropology.

Universidade Federal de Santa Catarina, UFSC, Florianopolis, Brasilien; in Zusammenarbeit mit dem „ Institut für Ethnologie“, Ludwig Maximilians Universität, LMU, München, Deutschland.

Titel: "Capoeiragem in Between: an ethnographic study about the practice of capoeira in Germany".   Jahr der Zulassung: 2014.

Betreuer: Prof. Dr. Sônia Weidner Maluf, Prof. Dr. Eveline Dürr.

Gefördert durch: Coordenação de Aperfeiçoamento de Pessoal de Nível Superior, CAPES

Deutscher Akademischer Austauschdienst, DAAD.

FABIO FERNANDES ARAUJO

BOTTEGA BUFFA CIRCOVACANTI

Theater Figuren aus Trient (Italien)

Um Balabao mi ha raccontato che...

München, 11.03.2018 ab 14:30 Uhr

BOTTEGA BUFFA CIRCOVACANTI

Ahmed El-Salamouny

Guitarrkonzert

München, 12.03.2018 ab 18:00 Uhr

AHMED EL-SALAMOUNY

CLAITON MARCIO DA SILVA

Professor für Naturgeschichte Claiton Mario Da Silva, Gastwissenschaftler/Postdoc am Rachel Carson Center der LMU in München, Professor an der Universität Fronteira Sul in Chapecon (Santa Catarina - Brasilien), wird uns das Cerrado vorstellen. PhD in History of science and ecology. Claiton Mario Da Silva, who has just finished his fellowship at the Rachel Carson Center (LMU) in Munich, is professor at the Federal University Fronteira Sul in Chapeco (Santa Catarina - Brazil) and will talk about the Cerrado.

VORTRAG in Rachel Carson Center - München

CLAITON MARCIO DA SILVA

Nuvens de Veneno

Antonio Andrioli

JULIAN

BURGER

Vortrag: München 12.03.2018

 

Dr. Julian Burger ist zur Zeit Gastprofessor am Human Rights Centre der Universität Essex, wo er Menschenrechte mit besonderem Augenmerk auf Minderheiten und indigene Völker lehrt. Er ist auch Mitglied der Arbeitsgemeinschaft für Menschenrechte an der School of Advanced Study der Universität London, wo er Kurse über Lateinamerika und Menschenrechte hält.
Von 1989 bis 2010 arbeitete Dr. Burger im Büro für Menschenrechte des Hochkommissars der Vereinten Nationen in Genf, wo er das Programm für indigene
Völker und Minderheiten leitete, wobei die Verhandlungen zur UN Deklaration über die Rechte der indigenen Völker (angenommen im Jahr 2007) besonders
hervorzuheben sind. Er war Mitglied des Organisationskommittees der Weltkonferenz für Menschenrechte 1993 in Wien sowie der Rassismus-Konferenz
2001 in Durban mit ihren Folgeaktionen. Zwei Jahre lang war er stellvertretender Direktor der Unabhängigen Kommission für Internationale Menschenrechte, einer hochrangigen Denkfabrik der UN Vollversammlung, wo er verantwortlich war für Forschung und Strategiepapiere, einschließlich des Abschlussberichts für die UN Vollversammlung. Davor war Dr. Burger Forschungsdirektor von Anti-Slavery International, die weltweit als die älteste Nichtregierungsorganisation (NGO) für Menschenrechte gilt. Julian Burger hat weltweit an zahlreichen Universitäten gelehrt und hauptsächlich zu indigenen Völkern und Menschenrechten Aufsätze publiziert. Sein erstes Buch Report from the frontier: the state of the world‘s indigenous peoples“ (Bericht vom Grenzgebiet: die Lage der indigenen Völker der Erde) wurde 1987 veröffentlicht und war einer der ersten Versuche, die Auswirkungen der Globalisierung auf indigene Völker zu untersuchen.
Zur Zeit forscht und schreibt Dr. Burger über die Problematik der Menschenrechte und ihre Auswirkungen auf Indigene und Minderheiten. Er interessiert sich besonders für die Folgen des Abbaus von Ressourcen auf indigene Völker und betroffene Gemeinden. Vor kurzem hat er dem Europäischen Parlament ein Strategiepapier über den Konflikt: Indigene und ausbeuterische Unternehmen vorgelegt. Er untersucht auch, inwieweit Menschenrechte eingehalten werden und hat über die Auswirkungen vom Bau von Wasserkraftanlagen in Guatemala und Honduras berichtet.

FABIAN WAGNER 

Referent von Survival International

http://www.fabian-wagner.org

Vortrag: am 14.03 in Starnberg M.I.S.

Senior Campaigner BRASILIEN Survival International - www.survivalinternational.org

LORENA EMIRI

CHRISTIAN RUSSAU

http://www.outro-mundo.org

Vortrag: Hannover 8.3.2018

Autor und Aktivist, geboren 1969 in West-Berlin, hat in Berlin und São Paulo Politikwissenschaften, Philosophie und Lateinamerika-Literaturwissenschaften studiert (1988-1995). Seinen Abschluss machte er in Politikwissenschaft im Bereich Politische Philosophie zum Thema "Urteil und Gemeinsinn. Ein Beitrag zur Politischen Theorie Hannah Arendts". Seit 1989 kennt er Brasilien und arbeitet seit vielen Jahren schwerpunktmäßig zum Themenkomplex industrieller Großprojekte im Konflikt mit Umwelt und Menschenrechten, dabei vor allem zum Agieren deutscher Konzerne in Brasilien. Er arbeitet mit mehreren Nichtregierungsorganisationen zusammen, so mit dem Berliner Forschungs- und Dokumentationszentrum Chile-Lateinamerika (FDCL), mit dem Netzwerk der Brasiliensolidaritätsgruppen KoBra - Kooperation Brasilien aus Freiburg sowie mit der Initiative GegenStrömung. mit der er zu Staudämmen und Wasserkraft im Konflikt mit Menschenrechten und Umwelt arbeitet. Er ist des Weiteren Redakteur der Monatszeitschrift Lateinamerika Nachrichten und Vorstandsmitglied des Dachverbands der kritischen Aktionärinnen und Aktionären, mit denen er je eine Aktie von börsennotierten deutschen Konzernen kauft und mit dieser einer Aktie das Rederecht auf den jährlichen Hauptversammlungen der Firmen nutzt, um Skandale der Konzerne direkt in der ureigensten Sphäre des Öffentlichen dieser Konzerne - ihrer Hauptversammlung mit teilweise über 10.000 anwesenden Kleinaktionärinnen und -aktionären - zu kritisieren. Eine Übersicht über seine Publikationsliste findet sich unter www.outro-mundo.org

CARLOS ANTONIO SOARES PINTO

Geboren in São Paulo, promovierter Soziologe, Gründer des Vereins Salve Foresta und der Regenwald-Akademie 1994.

1992 wurde der Atlantische Regenwald von der UNESCO zum Bioreservat der Menschheit deklariert. Biologisch gesehen besteht dieses Gebiet aus einer Vielzahl unterschiedlicher Ökosysteme. Bemerkenswert ist der Artenreichtum der Mata Atlântica, der sogar die Biodiversität des Amazonas-Regenwaldes übersteigt. Wegen verschiedener Höhenlagen und Breitengrade gibt es hier eine große Diversität in Flora und Fauna. Man geht von über 1,5 Millionen Arten aus, von denen viele nur im Atlantischen Regenwald vorkommen. Hauptziel des Vereins ist es, „Projekte zur fördern, die eine Symbiose zwischen der menschlichen Kultur und der Natur wiederherstellen“. Die Rettung des Waldes it nur dann möglich, wenn man den Menschen hilft, die von ihm leben… Es werden excluvive Objekte der indigenen Handwerkskunst aus der Sammlung von Carlos Soares gezeigt.

Bilder von RENATO SOARES

Fotograf mit Schwerpunkt auf  Kunst, Kultur und  Biodiversität in  Brasilien. Seit 1986 unterwegs unter den indigenen Völkern, um ihre Kultur einzufangen, oft verbunden mit langen Aufenthalten vor Ort. Für Renato Soares bedeutet dieses Projekt auch eine Art Freikauf von einem Schuldgefühl, das ihn als Brasilianer beschwert. Amerindios ist ein großes ethnografisches Archiv, das erste seiner Art, ein wertvolles Dokument von Bildnissen der brasilianischen Ureinwohner. Die Fotoausstellung  wird ergänzt durch Texte, didaktisches Material, Konferenzen, Seminare und Videos. Soares arbeitet mit den Redaktionen von National Geographic und Scientific American zusammen. Am 21./22./23. Oktober 2017 werden u.a. Fotos von Soares im Louvre/Paris gezeigt

www.imagensdobrasil.art.br

Brasilien durchlebt gerade
eine schwere wirtschaftliche und moralische Krise

Die Eingeborenen gehören zur Erde

Heutzutage ist die indigene Frage ein aktuelles und wichtiges Thema. Die Ausrottung der indigenen Völker, die in den Jahrhunderten der Eroberungen im Namen des „Fortschritts“ von Industriegesellschaften begann, kam nie zum Stillstand.
Man denke nur an die fünf Millionen Einwohner, die in Brasilien lebten als die Portugiesen kamen; heute gibt es nur noch etwa 700.000. Mit dieser Initiative wollen wir die Weisheit dieser alten Völker und die atemberaubende Schönheit ihrer natürlichen Umgebung - deren Verschwinden und Abbau die gesamte Menschheit betrifft - in den Mittelpunkt setzen.
In den letzten 500 Jahren mussten die Ureinwohner von Brasilien zusehen, wie die fruchtbare Erde ihrer Felder, ihrer Jagd- und Angelgebiete, Grundlagen ihres Lebens, ihre heiligen Grabstätten in landwirtschaftliche Betriebe, Monokulturen oder Sojaplantagen umgewandelt wurden und damit kamen Krankheit, Depression, Alkoholismus und Selbstmorde.
Schon immer haben Eingeborene unter Rassismus, Diskriminierung und Völkermord im Namen der Zivilisation gelitten.
Das ist ein Krieg zwischen den Eigentümern von heute und den Besitzern von gestern, den indigenen Völkern, die weder auf Würde noch auf Gerechtigkeit hoffen können.

Team

ANNA CONTI

Projektleiterin

 

DANIELA RANZI

Assistenz bei der Vorbereitung und Veranstaltungen

HELGA HOFFMANN

Texte und Übersetzungen