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Lebenslauf von Mohamed BA


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Was macht seine Tätigkeit so besonders im Hinblick auf ein friedliches Miteinander, Toleranz und kulturelle Vielfalt in München?

Mohamed Ba präsentiert sich uns wie ein richtiger Griot und erzählt uns von Afrika, wie wir es in Büchern nicht finden können. Seine Geschichten entstammen den Erinnerungen, die von Generation zu Generation mündlich überliefert werden. Durch diese mündlichen Überlieferungen, die in unserem Gedächtnis haften bleiben, werden wir ermuntert, unseren eigenen Weg zu finden. Mohamed Ba möchte uns auf die Reise schicken, um uns selbst zu entdecken und schließlich auch die Anderen. In unserer Gesellschaft, die sich in ständiger Bewegung befindet, erleben wir die Globalisierung immer mehr als Bedrohung für unser eigenes Leben. Mohamed Ba, das Sprachrohr der Interkulturalität, möchte uns den Weg aufzeigen zu mehr Austausch und Miteinander. Die Reise nach Afrika sollte ein Beispiel sein, für unsere Hirne und Herzen, um Menschen aus der ganzen Welt zu öffnen, die in die Stadt Münchens kommen.

 

Geboren wurde ich im Senegal, einem westafrikanischen Land. Und seit nun 16 Jahren lebe und arbeite ich in Italien, ich kann also behaupten, mich recht gut italienisiert zu haben. Aber ein Baumstamm kann Jahrhunderte lang im Wasser rumschwimmen; zum Krokodil wird er trotzdem nicht.

Ich fühle mich als Träger von Werten, Kulturen und Traditionen, die nicht zwangsläufig den italienischen ähneln und ich versuche, eine Brücke zwischen meiner afrikanischen und senegalesischen Identität und meinem Gastgeberland zu herzustellen.

Dies versuche ich mit Leidenschaft, Entschlossenheit und Engagement. Die Welt, so wie sie heute ist, ist nicht mehr in Ordnung. Wir müssen den alten Lebensstil wiederauferstehen lassen, mit dem wir die schlechten Zeiten überwunden haben. Die Krise, mit der wir es zu tun haben, ist nicht nur wirtschaftlicher Natur, sondern auch eine ethische, moralische und religiöse Krise.

Wir haben uns als Gesellschaft für eine Entwicklung entschieden, in der das Geld ein zentraler Aspekt ist, wodurch die menschliche Essenz erniedrigt wird.

So war es auch in den 1930er Jahren, aber wir haben aus den daraus resultierenden Kriegen nicht verstanden, dass wenn das Besitzen zum Teil des Seins wird, jene die nichts besitzen nichts sind und nichts sein werden können.

Durch meine Arbeit als Pädagoge, Erzieher, Schauspeler und Dramaturg versuche ich, meinen Beitrag zur Neugestaltung unserer Prinzipien zu leisten, wobei der Mensch im Mittelpunkt stehen muss.

Der interkulturelle Austausch, das Geben und Nehmen, wird durch das Medium Theater und Schlagzeug zum Ausdruck gebracht.

 

Publikationen

2008: Paroles de negre, Monsieur le President, Edition nouvelles du sud a Paris,  Francia

2013: Il tempo dalla mia parte, San Paolo Edizioni  Italia

 

Theateraufführungen

Autor und Schauspieler von Theaterstücken (Monologe):

Parole fuori luogo (2002)

Musica e popoli (2003)

B-Sogni (2004)

Canto dello spirito (2006)

Invisibili (2009)

Sono incazzato bianco (2013)

Il riscatto (2013)

Fiori di libertà (2014)

Il prezzo della libertà (2015)

 

Teilnahmen an Theaterstücken als Hauptdarsteller

2004: Canto la lingua di tutti i popoli, regia di Massimo De Vita

2005: Lo scandalo della speranza di Turoldo, regia di Massi De Vita

2006: Guarire dall’odio di Antonello Nociti,regia di Salvino Roco

2007: Bauman Circus, regia di Paolo Giorgio

2008: Lotta di negro contro cani di Bernard Koltes, regia di Andrea Brunetti

2009: Lavorare uccide di Marco Rovelli, regia di Massimo De Vita

2009: Chi ha ucciso il Dott. Faravelli, regia di Marco Pernich

2010: Servi di Marco Rovelli, regia di Renato Sarti

2010: Vite migranti di Mrozek, regia di Enzo Biscardi

2010: Glas di Paolo Giorgi, regia di Paolo Giorgi

2011: Uomo migrans di Marco Rovelli, regia di Renato Sarti

2011: Manzoni e il riscatto della sposa di Sacha Oliviero, regia di Sacha Oliviero

2012: Odissea cabaret noir di Laura Tassi, regia di Nicoletta Robello

2013: Sarabanda di Veca, regia di Laura Pasetti

2013: Senghor e la negritudine di Mohamed BA, regia di Mohamed BA

2013: Sankara e la Rievoluzione di e con  Mohamed BA, regia di Mohamed BA

2014: La buona Novella di Emilio Russo, regia di E. Russo e Cat. Spadaro

2015: Le dune del sahel di Raffaello Masto regia di Charlie Owens

 

Radio und Fernsehen

2004 - Kommentator für die Fußball-Weltmeisterschaft mit der 'Giallapa's Band' auf RADIO RAI

2008 - Teilnahme an der Tv-Show 'IRIDE' von Irene Pivetti auf Odeon TV als Fachgast (7 Episoden)

 

Musik

Gründer der Interkulturellen Gruppe MAMAFRICA, welche durch Perkussionsmusik die subsaharianische Kultur in Italien, Europa und der ganzen Welt verbreitet.

 

Projekt DIVERSITÄT

"MEHRFACHES ICH - WER BIN ICH UND WARUM - WER SIND DIE ANDEREN - WIR AUS SICHT DER ANDEREN - DEN ANDEREN AUS UNSERER SICHT"

"Wenn ein Mensch seine Tradition und seine Sitten abschwört täte er gut daran, etwas gleichwertiges zu finden, womit er sie ersetzen kann."

 

Vorwort

Lange Zeit über wurde die Diversität als Fehler der Natur abgestempelt, das Andere wurde somit von der Gesellschaft ausgegrenzt.

Nach langer und harter Arbeit, um interkulturelle Beziehungen zu schaffen, hat unsere Gesellschaft endlich den unermesslichen, bisher vernachlässigen Wert der Diversität entdeckt. Wir versuchen, den jungen Mitbürgern ein Bewusstsein ihrer Selbst in einem sich veränderten Umfeld zu geben.